Porta Hebraica
כינוס והצגת אוסף ספרי יודאיקה תוך שימוש
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Geschichte der BSB- Hebraica-Sammlung

Die Geschichte dieser opulenten Sammlung beginnt 1558, als Herzog Albrecht V. für seine Hofbibliothek
die Buchbestände des verstorbenen Juristen und Humanisten Johann Albrecht Widmannstetter kaufte. Widmannstetter, des Hebräischen, Aramäischen und Syrischen kundig, verbrachte lange Studienaufenthalte in Italien, die ihm Gelegenheit boten, wichtige hebräisch-schriftliche Handschriften und gedruckte Bücher für seine Bibliothek zu erwerben. Während seines Aufenthalts in Venedig 1543 traf er den betagten jüdischen Gelehrten und Dichter Elia Levita, der in diesem Projekt den roten Faden bildet. Widmannstetters Interesse galt insbesondere der Kabbala und dem Talmud. Auf der Suche nach Hinweisen, welche die christliche Lehre, vor allem die von der Messianität Jesu und der Trinität bestätigen würden, las er die Schriften gründlich und versah sie mit zahlreichen Randnotizen. Seine Sammlung enthält ebenfalls Midrasch-Kompilationen, Bibelkommentare sowie Abhandlungen über Philosophie, Philologie, Naturwissenschaften und Medizin.  

Herzog Albrecht V. kaufte 1571 auch die Bibliothek des humanistisch gebildeten Kaufmanns Johann Jakob Fugger auf. Fugger war des Hebräischen nicht mächtig, bestückte jedoch seine Sammlung mit kostbaren Handschriften und gedruckten Büchern, die er auf Ratschläge von Schriftgelehrten hin erwarb. Das Besondere der Fuggerschen Sammlung macht eine Vielzahl von Kopien wichtiger Handschriften aus, die in Fuggers Auftrag angefertigt wurden. Wahrscheinlich geschah dies unter Zeitdruck, so daß einige Abschriften fehlerhaft sind. Da aber in einigen Fällen die Originalhandschrift nicht überliefert ist, bilden die Abschriften die einzige erhaltene Quelle.



 
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