Porta Hebraica
Erschließung und Präsentation
einer bedeutenden Hebraica-Sammlung
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Geschichte der BSB- Hebraica-Sammlung

Neben diesen beiden umfangreichen Sammlungen, deren Gros italienischer Provenienz ist, wurden weitere hebräische Drucke aus dem deutschen Sprachraum erworben. Die große Zahl der hebräisch-schriftlichen Drucke aus verschiedensten Druckereien des 16. Jahrhunderts – die Blütezeit des hebräisch gedruckten Buches – prägt die Bedeutung dieser Sammlung. Über die etwas bescheidener ausfallenden Anschaffungen im Laufe des 17. und des 18. Jahrhunderts wurden keine Angaben über die Herkunft festgehalten.

Als 1803 die Säkularisierung durchgesetzt wurde, worauf ca. 150 Kloster- und Stiftsbibliotheken aufgelöst wurden, mußten deren Bestände größtenteils an die Münchener Hofbibliothek übergeben werden. Dies brachte einen bedeutsamen Zuwachs an hebräischen Handschriften und Drucken mit sich. Etwa zur gleichen Zeit wurde die Mannheimer Hofbibliothek des verstorbenen Kurfürsten Karl Theodor der Münchener Hofbibliothek angegliedert.

1858 erwarb die Bibliothek die Sammlung des französischen Orientalisten Etienne Quatremère. Das war der letzte große Ankauf einer der international bedeutendsten wissenschaftlichen Bibliotheken. Seitdem wurden weitere Bestände durch reguläre Erwerbungen angeschafft. 1900 besaß die Bibliothek ca. 3,500 hebräische und 400 jiddische Titel.



 

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